Die All-on-4-Implantatbehandlung ist ein fortschrittliches chirurgisches Protokoll, das im Fall vollständiger Zahnlosigkeit oder in Fällen, in denen alle Zähne entfernt werden müssen, das Verschrauben einer festsitzenden Vollbogenprothese auf vier Titanimplantaten ermöglicht, die in strategischen Winkeln in den Kieferknochen eingesetzt werden. Diese Technik basiert auf dem Prinzip, die Implantate im posterioren Bereich in einem Winkel von 30 bis 45 Grad zu positionieren, und bietet dadurch selbst bei Patientinnen und Patienten mit unzureichendem Knochenvolumen eine hohe biomechanische Stabilität, ohne dass zusätzliche Operationen wie Sinuslift oder Knochenaufbau (Knochentransplantat) erforderlich sind. Diese Methode, die die funktionelle Kaufähigkeit und das ästhetische Lächelprofil schnell wiederherstellt, ist in der modernen Zahnmedizin die effektivste Lösung für eine vollständige Kieferrehabilitation, da sie die Operationszeit verkürzt und den Patientenkomfort maximiert.
EFC CLINIC ist ein Exzellenzzentrum, das sich auf die anspruchsvollsten Bereiche der chirurgischen Medizin spezialisiert hat – von der ästhetischen Chirurgie bis hin zu interventionellen Behandlungen – wo jeder Schritt mit höchster Sorgfalt durchgeführt wird. Medizinische Exzellenz, ästhetische Präzision und eine kompromisslose ethische Haltung treffen hier auf derselben Linie zusammen. Unsere fachärztlich weitergebildeten Spezialisten bieten evidenzbasierte Versorgung durch moderne Bildgebung, standardisierte Protokolle und Sicherheitssysteme mit dem Ziel, natürliche und verlässliche Ergebnisse zu erzielen. Von der Beratung bis zur Genesung wird Ihre Betreuung durch klare Kommunikation, transparente Planung und echten Respekt für Ihre Gesundheit ganzheitlich koordiniert.
Was ist die All-on-4-Implantatbehandlung und für wen ist sie geeignet?
Diese Behandlungsmethode ist gewissermaßen ein Rettungsanker für diejenigen, die die Schwierigkeiten loswerden möchten, die herausnehmbare Gaumenprothesen verursachen. Patientinnen und Patienten, die jahrelang herausnehmbare Prothesen verwendet haben, beklagen, dass sich diese Prothesen mit der Zeit lockern, sich beim Essen bewegen oder das Geschmacksempfinden abstumpfen, weil sie den Gaumen vollständig bedecken. Das All-on-4-System löst diese Probleme grundlegend. Auf vier in den Kiefer eingesetzten Titan-Schrauben wird ein vollständig festsitzender Zahnersatz verschraubt, der nur von der Behandlerin bzw. dem Behandler entfernt werden kann.
Das wichtigste Merkmal dieses Systems ist, dass es auch bei schwacher Knochenstruktur angewendet werden kann. Während bei traditionellen Methoden für Implantate im hinteren Bereich häufig Knochenaufbaumaterial hinzugefügt werden muss, nutzen wir bei dieser Technik den vorhandenen Knochen so effizient wie möglich.
Das ideale Kandidatenprofil für diese Behandlung ist wie folgt:
- Vollständig zahnlose Patientinnen und Patienten
- Personen, bei denen alle Zähne gezogen werden
- Personen, die keine herausnehmbare Prothese verwenden können
- Personen mit Würgereflex
- Personen mit Knochenabbau
- Personen mit Zeitbeschränkung
Warum verwenden wir nur vier Implantate, ist dieses All-on-4-System sicher?
Die erste Frage, die Patientinnen und Patienten häufig stellen, lautet: „Wie können 32 Zähne nur von 4 Schrauben getragen werden?“ Hier kommen die Gesetze der Physik und die Biomechanik ins Spiel. Denken Sie daran, wie stabil ein Tisch auf vier Beinen steht. Wenn Sie die Beine in den richtigen Winkeln und an den richtigen Punkten platzieren, kann dieser Tisch tonnenweise Last tragen. Nach einer ähnlichen Logik gehen wir auch bei der All-on-4-Technik vor.
Zwei der Implantate werden im Frontbereich senkrecht dort eingesetzt, wo der Knochen am härtesten und dicksten ist. Die anderen beiden Implantate werden im posterioren Bereich mit einem Winkel von etwa 30 bis 45 Grad gekippt positioniert. Diese angulierte Platzierung ermöglicht es uns, in Bereichen mit unzureichender Knochenhöhe längere Implantate zu verwenden. Je länger das Implantat ist und je größer die Kontaktfläche mit dem Knochen, desto stärker ist die Verankerung. Durch diese strategische Platzierung werden die Kräfte gleichmäßig auf den Kiefer verteilt, und das System wird äußerst sicher.
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Kann bei Patientinnen und Patienten mit Knochenabbau ein All-on-4-Implantat angewendet werden?
Absolut ja, und genau das ist sogar der Ausgangspunkt dieser Technik. In Kiefern, die lange Zeit zahnlos geblieben sind, kommt es insbesondere im posterioren Bereich zu ausgeprägtem Knochenabbau. Im Oberkiefer senken sich die Kieferhöhlen nach unten ab, im Unterkiefer nähern sich die Nervenkanäle der Oberfläche an. Es wird unmöglich, dort ein gewöhnliches Implantat senkrecht zu setzen, und zusätzliche Eingriffe wie ein „Sinuslift“ oder ein Knochenaufbau (Knochenersatzmaterial/Knochenersatzgranulat) werden erforderlich. Diese zusätzlichen Maßnahmen verlängern die Behandlungsdauer sowohl um 6 Monate bis zu 1 Jahr als auch erhöhen sie die Kosten.
Bei der All-on-4-Technik erreichen wir dank des speziellen Winkels der posterioren Implantate den stabilen Knochen, indem wir an den Kieferhöhlen und den Nervenkanälen vorbeigehen. Mit anderen Worten: Wir „bypassen“ anatomische Hindernisse sozusagen. Dadurch nutzen wir Ihr vorhandenes Knochenvolumen maximal aus, ohne dass eine zusätzliche Knochenaufbauoperation erforderlich ist.
Die Vorteile, die sich daraus ergeben, sind:
- Weniger chirurgische Eingriffe
- Weniger Schwellung und Schmerzen
- Geringere Kosten
- Kürzere Heilungszeit
- Reduziertes Risiko einer Nervenschädigung
Werden die Zähne sofort eingesetzt, bleibe ich im All-on-4-Prozess zahnlos?
Der attraktivste Aspekt dieser Behandlung besteht darin, dass Patientinnen und Patienten die Praxis nicht zahnlos verlassen. Wir nennen dies „Immediate Loading“, also Sofortbelastung. Am Operationstag werden, falls Zähne entfernt werden müssen, diese gezogen, die Implantate eingesetzt und in derselben Sitzung der Abdruck genommen.
Hier gibt es ein entscheidendes technisches Detail: Beim Einsetzen des Implantats in den Knochen verwenden wir spezielle Geräte, die die Einschraubkraft (Insertionstorque) messen. Wenn das Implantat mit einem Torsionswert von über 35 Ncm, also über einem bestimmten Drehmomentwert, stabil eingeschraubt wird, zeigt uns das, dass das Implantat sehr fest im Knochen verankert ist. In diesem Fall können wir die im Labor schnell vorbereiteten provisorischen festsitzenden Prothesen noch am selben Tag oder spätestens innerhalb von 24 Stunden in Ihren Mund einsetzen. Diese provisorischen Zähne sorgen dafür, dass Sie bis zur Herstellung Ihrer endgültigen keramischen Zähne ästhetisch gut aussehen und sprechen können.
Die Phasen, die Sie während des Prozesses durchlaufen, sind:
- Detaillierte Tomographieaufnahme
- Digitale Planung
- Anwendung der Lokalanästhesie
- Einsetzen der Implantate
- Abdrucknahme
- Einsetzen der provisorischen Prothese
Ist der chirurgische Eingriff schmerzhaft und wie erfolgt die digitale All-on-4-Planung?
Mit dem heutigen Stand der Technologie arbeiten wir nicht mehr „nach Augenmaß“. Vor Beginn der Behandlung fertigen wir eine dreidimensionale Kiefertomographie (CBCT) an. Auf dieser Grundlage führen wir am Computer eine virtuelle Operation durch. Wir berechnen millimetergenau, welches Implantat wo und in welchem Winkel eingesetzt wird. Auf Basis dieser Planung werden sogar spezielle chirurgische Führungsschablonen hergestellt.
Während der Operation setzen wir diese Schablonen in Ihren Mund ein und eröffnen die Implantatbetten durch die Führungsschablonen hindurch. Dadurch sinkt die Fehlertoleranz auf null, die Operationszeit verkürzt sich und das Trauma nimmt ab. Da der Eingriff unter Lokalanästhesie durchgeführt wird, spüren Sie keine Schmerzen. Nach der Operation sind eine leichte Schwellung oder ein leichtes Pochen normal, dies lässt sich jedoch mit den von uns verordneten Schmerzmitteln leicht kontrollieren. Die meisten unserer Patientinnen und Patienten können am nächsten Tag in ihren normalen Alltag zurückkehren.
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Wie verläuft der Heilungsprozess nach der Operation und wie sieht der All-on-4-Ernährungsplan aus?
Der Erfolg der Operation hängt nicht nur von der handwerklichen Fähigkeit der Behandlerin bzw. des Behandlers ab, sondern auch davon, dass die Patientin bzw. der Patient die postoperativen Regeln einhält. Für die Osseointegration, also das Verwachsen der Implantate mit dem Knochen, ist eine biologische Zeitspanne erforderlich. Diese beträgt in der Regel 3 Monate. In diesen 3 Monaten ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Implantate im Knochen sich auf Mikroebene nicht bewegen.
Deshalb ist es zwingend erforderlich, in den ersten 3 Monaten, in denen Sie Ihre provisorische Prothese verwenden, eine „weiche Diät“ einzuhalten. Sie müssen die Kaukräfte minimieren und harte Lebensmittel unbedingt vermeiden. In einen Apfel zu beißen, Nüsse zu essen oder harte Fleischstücke zu kauen kann zum Verlust eines Implantats führen, das noch nicht vollständig mit dem Knochen verwachsen ist.
Lebensmittel, die Sie in dieser Phase verzehren können, sind:
- Verschiedene Suppen
- Kartoffelpüree
- Omelett
- Joghurt
- Pudding
- Gekochtes Gemüse
- Fischfleisch
- Pasta
Welche Materialien werden bei permanenten All-on-4-Prothesen verwendet?
Nachdem die 3-monatige Osseointegrationsphase problemlos abgeschlossen ist, werden die provisorischen Prothesen entfernt und mit der Anfertigung der definitiven Zähne begonnen, die Sie ein Leben lang verwenden werden. In dieser Phase werden Materialien ausgewählt, die Ihre ästhetischen Erwartungen und Anforderungen an die Haltbarkeit erfüllen.
Heutzutage sind die am häufigsten bevorzugten Materialien „Zirkonoxid“ oder metallkeramische Versorgungen. Im All-on-4-System werden jedoch häufig hybride Designs verwendet, die auch den Gingivaanteil der Prothese imitieren. Diese Prothesen werden über Zwischenstücke, die wir „Multi-unit Abutment“ nennen, mit den Implantaten verbunden. Diese Teile korrigieren den Implantatwinkel und sorgen dafür, dass die Prothese passiv und spannungsfrei sitzt. Ein passiver Sitz ist für die Langlebigkeit der Implantate unverzichtbar.
Definitive Prothesenoptionen sind:
- Monolithisches Zirkonoxid
- Metallkeramik
- Acryl mit Titansteg
- Komposit mit PEEK-Unterstruktur
Wie sollte die Pflege und Reinigung von All-on-4-Implantaten durchgeführt werden?
Der Gedanke „Meine Zähne sind gemacht, ich muss nicht mehr putzen“ ist äußerst falsch. Auch wenn die Bakterien, die Ihre natürlichen Zähne kariös machen, den Implantaten selbst nicht schaden können, können sie das Zahnfleisch und den Knochen um das Implantat herum infizieren. Das nennen wir „Periimplantitis“, und sie ist die häufigste Ursache für Implantatverlust.
Die Reinigung von All-on-4-Prothesen unterscheidet sich etwas von der natürlicher Zähne. Zwischen Prothese und Zahnfleisch wird ein spezieller Spalt gelassen, in dem sich Speisereste ansammeln können. Für die Reinigung dieses Bereichs reicht eine Zahnbürste allein nicht aus. Mundduschen, also Geräte, die Wasser unter Druck versprühen, sollten der beste Freund von Patientinnen und Patienten sein, die diese Behandlung erhalten haben. Außerdem muss man die Unterseite der Prothese mit speziellen Zahnseiden, die „Superfloss“ genannt werden, reinigen. Bei den halbjährlichen Kontrollen entfernen wir Ihre Prothese, reinigen sie gründlich und überprüfen die Schrauben.
Für die Pflege benötigte Hilfsmittel sind:
- Weiche Zahnbürste
- Munddusche
- Interdentalbürste
- Brückenzahnseide
- Mundspülung
